artgerecht ist nur die freiheit (hilal sezgin) Club Voltaire in Kehl e.V. der stilvolle ort für begegnung für debatten und diners theater tanz musik der ort für fröhliche festivitäten und freiheitliche imagination
PROGRAMM September 2019 - Januar 2020 Donnerstag , 12. September, 19.00, Salon Voltaire Literarisches Thüringen, Stefan Woltersdorff Das Land zwischen Harz und Thüringer Wald gilt nicht nur als das grüne, sondern auch als das literarische Herz Deutschlands. Und das liegt vor allem an ihm: Johann Wolfgang von Goethe, Dichter und Denker, Staatsmann und Naturforscher, Künstler und Lebemann – so vielseitig er war, so spannend sind die Anekdoten aus seinem Leben und derer, die ihn am Weimarer Musenhof »umschwirrten«: seine Dichterkollegen Herder, Wieland und Schiller, aber auch eine Reihe schreibender Frauen, darunter Louise von Göschhausen, Corona Schröter und Caroline von Lengefeld. Gemeinsam tauchen wir ein in die erstaunlich vielfältige Welt der Weimarer Klassik und folgen ihren geistigen Spuren bis in die Gegenwart. Eine poetische Zeitreise im Sitzen für literarische Feinschmecker! Kooperation mit Historischem Verein Kehl; Eintritt: 2 €/4 € Montag, 30. September, 19.30, Salon Voltaire Der besondere Film Seit der Umstellung der Krankenhausfinanzierung auf "Fallpauschalen" steht für deutsche Kliniken nicht mehr der kranke Mensch, sondern der Erlös aus seiner Behandlung im Vordergrund. Der Film versucht die Auswirkungen dieser Ökonomisierung auf Patienten und Beschäftigte des Klinikbetriebes aufzudecken. Sonntag, 20. Oktober, 11.00 Uhr, Matinée im Salon Voltaire Ein szenischer Rundumblick Voltaire und Friedrich - „Dieses wohl seltsamste Liebespaar des 18. Jahrhunderts“ (Zitat: Rudolf Augstein) Idee und Text: Dr. Heiner Raulff (Kehl), Vorleser: Bruno Dreyfürst (Straßburg). Friedrich II. musikalisch: Tabea Bös (Flöte), Hansjürgen Hörnel (Klavier) Mit Audio- und Image-Files untermalt. Voltaire und Friedrich haben sich viele Briefe geschrieben. Twittern konnten sie damals ja noch nicht. Voltaire hat ein paar Jahre am Hofe des preußischen Königs gelebt. Aber was war da noch so Drumherum? Je nach Perspektive (guckt man von oben oder guckt man von unten) wirft die szenische Lesung unterschiedliche Fragen auf und gibt unterschiedliche Antworten. Montag, 28. Oktober, 19.30 Uhr, Salon Voltaire Vortrag von: Prof. Dr. rer. nat. Andreas Fath Prof. Dr. rer. nat. Andreas Fath, Hochschule Furtwangen, wird über Probleme, die Mikroplastik in Flüssen, Meeren und im Abwasser verursachen, sprechen. Montag, 25. November, 18.00 Uhr, Salon Voltaire Christine Battermann, DIAMANTENSTAUB, Bestseller aus Kairo von Ahmed Mourad „Diamantenstaub“, „Vertigo“, „Blauer Elefant“ – mit diesen Thrillern legte der ägyptische Autor Ahmed Mourad die gesellschaftlichen Verhältnisse in seinem Land bloß und gewann vor allem unter jungen Leuten eine begeisterte Leserschaft. Seine Übersetzerin Christine Battermann spricht über ihre Erfahrung mit der Übertragung von Büchern, die dem ägyptischen Lebensgefühl ganz nah sind. Moderation: Christiane Wächter, Kooperation mit Kulturamt Kehl; Eintritt 5 € Montag, 25. November, 20.00 Uhr, Salon Voltaire Susann Urban, ÜBERSETZER AFRIKANISCHER LITERATUR ALS KULTURVERMITTLER am Beispiel von Nadifa Mohamed Somalia ist ein fernes Land. Nadifa Mohamed umkreist schreibend ihre verlorene Heimat. In „Black Mamba Boy“ und „Der Garten der verlorenen Seelen“ geht es um Krieg, Flucht, Freundschaft, die Hoffnung auf ein neues Leben. Aktueller kann Literatur nicht sein. Literatur bringt uns fremde Länder nahe und stellt Übersetzerinnen und Übersetzer vor Fragen: Wie viel Fremde verträgt eine Übersetzung? Was lässt sich von einer anderen Welt in unsere transportieren, was nicht? Was machten Kollegen früher anders? Moderation: José F. A. Oliver, Kooperation mit Kulturamt Kehl; Eintritt 5 € Donnerstag, 28. November, 18.00 Uhr, Salon Voltaire Beate Thill, MA, Aya Cissoko Der autobiografische Roman „Ma“ vermittelt einen Einblick in das Schicksal von Migrantinnen aus Afrika, dem alltäglichen Rassismus, mit dem sie konfrontiert sind. Gleichzeitig wehren sie sich gegen die starren Traditionen der eigenen Herkunft. Aya Cissokos erzählt die Geschichte einer mutigen Frau, eine Liebeserklärung einer Tochter an ihre Mutter. Herausfordernd für die Freiburger Übersetzerin Beate Thill waren vor allem die zahlreichen in das Original eingestreuten Passagen der in Mali verbreiteten Sprache Bambara. Kooperation mit Kulturamt Kehl; Eintritt 5 € Montag, 20. Januar 2020, 19.30 Uhr, Salon Voltaire Vortrag: Prof. Dr. Ulrich Eith Angriffe auf Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Politiker bei ihrer Amtsausübung, Hasstiraden und beleidigende Attacken in den sozialen Netzen usw. - Was läuft schief in unserer Gesellschaft? Wie kann man gegen steuern?